Cover der Folge: Claude speichert Firmendaten 30 Tage – KI-Risiken im Mittelstand

Claude speichert Firmendaten 30 Tage – KI-Risiken im Mittelstand

Folge 96 · Staffel 2 · 6 Min. 42 Sek.

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Ein Entwickler kopiert Zugangsdaten ins KI-Chatfenster und denkt, die Sache ist erledigt. Ist sie nicht. In dieser Folge analysieren wir zwei konkrete Risiken, die im Mittelstand gerade massiv unterschätzt werden.

Themen dieser Folge:

  • Clauds 30-Tage-Cache: Jeder Prompt landet auf US-Servern von Anthropic — inklusive eurer Konstruktionspläne, Kundendaten und internen Kalkulationen. Externe Systeme scannen diese Eingaben automatisch. Microsoft hat den Dienst für eigene Mitarbeiter sofort gesperrt.
  • Prompt Injection über Smartphones: Sicherheitsforscher haben nachgewiesen, dass KI-Assistenten wie Gemini über WhatsApp- und Slack-Benachrichtigungen gekapert werden können — unsichtbar, ohne Linkklick. Ein Vertriebler bekommt eine präparierte Nachricht, die KI leitet Kundendaten unbemerkt weiter.
  • Haftung und Governance: Wer KI-Werkzeuge freigibt, muss klären, welche Daten wohin wandern. Der Anbieter ist kein Puffer — die Verantwortung liegt im Betrieb.
  • Konkrete MDM-Maßnahmen: Wie ihr Benachrichtigungszugriffe einschränkt und KI-Integrationen auf Diensthandys absichert.

Eure Take-Aways:

  • MDM-Richtlinien auf KI-Benachrichtigungsrechte prüfen
  • 30-Tage-Datenspeicherungsrisiko für eure Daten konkret bewerten
  • Vertraglich klären, welche Daten in welche KI-Werkzeuge fließen dürfen

Transparenzhinweis: Die Quellen liefern die Signale. Die Einordnung stammt aus Mittelstands-, Ethik- und Governance-Perspektive.