Ein Entwickler kopiert Zugangsdaten ins KI-Chatfenster und denkt, die Sache ist erledigt. Ist sie nicht. In dieser Folge analysieren wir zwei konkrete Risiken, die im Mittelstand gerade massiv unterschätzt werden.
Themen dieser Folge:
- Clauds 30-Tage-Cache: Jeder Prompt landet auf US-Servern von Anthropic — inklusive eurer Konstruktionspläne, Kundendaten und internen Kalkulationen. Externe Systeme scannen diese Eingaben automatisch. Microsoft hat den Dienst für eigene Mitarbeiter sofort gesperrt.
- Prompt Injection über Smartphones: Sicherheitsforscher haben nachgewiesen, dass KI-Assistenten wie Gemini über WhatsApp- und Slack-Benachrichtigungen gekapert werden können — unsichtbar, ohne Linkklick. Ein Vertriebler bekommt eine präparierte Nachricht, die KI leitet Kundendaten unbemerkt weiter.
- Haftung und Governance: Wer KI-Werkzeuge freigibt, muss klären, welche Daten wohin wandern. Der Anbieter ist kein Puffer — die Verantwortung liegt im Betrieb.
- Konkrete MDM-Maßnahmen: Wie ihr Benachrichtigungszugriffe einschränkt und KI-Integrationen auf Diensthandys absichert.
Eure Take-Aways:
- MDM-Richtlinien auf KI-Benachrichtigungsrechte prüfen
- 30-Tage-Datenspeicherungsrisiko für eure Daten konkret bewerten
- Vertraglich klären, welche Daten in welche KI-Werkzeuge fließen dürfen
Transparenzhinweis: Die Quellen liefern die Signale. Die Einordnung stammt aus Mittelstands-, Ethik- und Governance-Perspektive.