Wird die teure Software-Lizenz von gestern morgen wertlos? In dieser Folge geht es um ein Beben in der Welt der Unternehmenssoftware: Investoren reagieren auf die Idee, dass KI-Agenten individuelle Lösungen „on demand“ bauen – statt dass Unternehmen Standardpakete teuer zukaufen.
Wir starten mit dem Blick auf die Märkte: Warum fallen Kurse großer Softwareanbieter nicht wegen schlechter Zahlen, sondern wegen einer grundlegenden Angst? Wenn Software auf Knopfdruck entsteht, wird sie nicht mehr knapp – und damit verändert sich das Geschäftsmodell.
Dann wird’s konkret: Was heißt „agentische Lösung“ im Unternehmensalltag? Beispiel CRM: Was gestern ein teures Add-on war, könnte morgen ein klar formulierter Auftrag an einen Agenten sein – umgesetzt in Stunden statt Monaten. Aber: Wer Agenten einführt, braucht Governance: Haftung, Berechtigungen, Kontrollpunkte und Eskalationspfade. Ohne Spielregeln wird „Produktivität“ schnell zum Risiko.
Außerdem: OpenAI positioniert „Frontier“ als Infrastruktur für digitale Mitarbeiter (Profile, Rechte, Prüfprotokolle). Anthropic zielt mit neuen Systemen auf Kernaufgaben von Juristen und Analysten. Das ist nicht mehr Assistenz – das ist organisatorische Substitution, die Unternehmen aktiv gestalten müssen.
Und was ist die europäische Antwort? Ein wichtiges Signal kommt aus Deutschland: Die Deutsche Telekom baut in München ein Hochleistungsrechenzentrum („KI-Fabrik“) für mehr Datenkontrolle. Gleichzeitig gilt: Souveräne Infrastruktur ist nur die halbe Miete – ohne offene Standards und Interoperabilität drohen neue Datensilos.
Merksatz der Folge: Wer heute Software einkauft, ohne eine agentische Alternative zu prüfen, ignoriert womöglich die größte Veränderung seit der Cloud.
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Verantwortlich für Inhalt und Redaktion: Arno Schimmelpfennig (AS Digital Marketing)
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Hinweis zur Vertonung: Diese Folge ist vertont mit KI-Stimmen; die Vertonung kann Fehler enthalten (z. B. bei Namen, Zahlen oder Aussprache).
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