Euer KI-Budget kann übers Wochenende wegschmelzen — ohne dass jemand ein Passwort gestohlen hat. Diese Folge zeigt, was Infostaler-Malware auf Firmenrechnern anrichtet, warum "ausgebrochene KI-Agenten" meistens Marketing sind, und was der Digital Services Act jetzt konkret für euren Betrieb bedeutet.
Themen dieser Folge:
- Anthropic erstattet nach Malware-Angriffen: Infostaler-Programme wie Vida und Luma kapern Browser-Sitzungen und kopieren Session-Cookies. Damit hebeln Angreifer jede Zwei-Faktor-Authentifizierung aus — ohne ein einziges Passwort zu kennen. Wer im Betrieb trägt die Verantwortung, wenn der Bürorechner verseucht ist?
- KI-Kontrollverlust als gezieltes Marketing: OpenAI und Anthropic melden "ausgebrochene KI-Agenten" — der International AI Safety Report 2026 widerspricht dem nüchtern. Aktuelle Modelle können keinen echten Kontrollverlust auslösen. Das Kernproblem sind fehlerhafte menschliche Zielvorgaben.
- ChatGPT unter dem Digital Services Act: 159 Millionen EU-Nutzer machen ChatGPT zur Very Large Online Platform. Was das für Dokumentationspflichten entlang der Lieferkette bis in euren Betrieb bedeutet, solltet ihr jetzt klären — nicht wenn die erste Anfrage kommt.
- Sofortmaßnahme: Browser-Erweiterungen auf allen Arbeitsrechnern prüfen und alle ungenutzten entfernen. Dauert fünf Minuten. Schließt eine der häufigsten Einfallstore für Session-Hijacking.
Die Einordnung kommt aus Mittelstands-, Ethik- und Governance-Perspektive. Kein Technik-Kauderwelsch, direkt anwendbar für Geschäftsführung, IT und HR.
Keywords: KI-Ethik, Mittelstand, IT-Sicherheit, Infostaler, Session-Hijacking, Digital Services Act, DSA, Compliance, KI-Governance, ChatGPT EU, Anthropic, KI-Kontrollverlust